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Fachinformation zu Fosfomycin Sandoz®:UCB-Pharma SA
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Gal.Form/Ther.Gr.Eigensch.Kontraind.Schwangerschaft
Dos./Anw.Unerw.WirkungenSonstige H.Zusammens.PackungenVerteilerHersteller
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Fosfomycin Sandoz®

Was ist Fosfomycin Sandoz und wann wird es angewendet?

Fosfomycin Sandoz ist ein Antibiotikum für Erwachsene, welches den Wirkstoff Fosfomycin enthält. Es wird in einmaliger Dosis eingenommen. Sie erhalten es auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin, wenn Sie an akuten unkomplizierten Harnwegsinfektionen (Zystitis) leiden.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihnen Fosfomycin Sandoz auch vor Operationen oder Untersuchungen im Bereich der unteren Harnwege verordnen, um dort Infektionen zu verhüten.

Was sollte dazu beachtet werden?

Es ist möglich, dass Ihre Schmerzen nach Einnahme von Fosfomycin Sandoz noch eine Zeitlang andauern. Beunruhigen Sie sich deshalb nicht, dies ist durchaus normal für den Heilungsverlauf. Trinken Sie viel, dies begünstigt die Heilung.
Verspüren Sie aber drei Tage nach der Einnahme von Fosfomycin Sandoz immer noch starke Schmerzen, dann kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie nicht schon einen weiteren Termin zur Kontrolle vereinbart haben.
Wie können Sie Entzündungen vermeiden?
·Bei der täglichen Intimpflege: Reinigung von vorne nach hinten.
·Viel trinken (z.B. Tee, Wasser), um Nieren und Blase «durchzuspülen».
·Regelmässiges Wasserlassen vermeidet eine zu starke Blasenfüllung und eine Bakterienvermehrung in der Blase.
·Die Selbstbehandlung von Entzündungen der Harnwege kann mit Gefahren verbunden sein. Die Behandlung ist deshalb Aufgabe Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.
Das in Fosfomycin Sandoz enthaltene Antibiotikum ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nicht von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.
Wenn Sie Diabetiker/in sind, müssen Sie beachten, dass Fosfomycin Sandoz Zucker (Saccharose) enthält. Dies enspricht pro Einzeldosis einer Menge an verwertbaren Kohlenhydrate von 2,2 g.
Nehmen Sie Fosfomycin Sandoz nicht mit dem Essen ein. Seine Wirkung wird dadurch verringert.

Wann darf Fosfomycin Sandoz nicht eingenommen werden?

Fosfomycin Sandoz darf nicht eingenommen werden, wenn Sie wissen, dass Sie auf einen oder mehrere der Inhaltsstoffe überempfindlich reagieren und wenn Sie schwere Nierenfunktionsstörungen haben.

Wann ist bei der Einnahme von Fosfomycin Sandoz Vorsicht geboten?

Fosfomycin Sandoz ist für Kinder unter 12 Jahren und für Jugendliche und Erwachsene mit einem Körpergewicht unter 50 kg nicht geeignet.
Da Fosfomycin Sandoz Schwindel auslösen kann, kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt sein.
Sollte während oder nach einer Antibiotika-Behandlung schwerer und anhaltender Durchfall auftreten, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, damit eine geeignete Therapie eingeleitet werden kann.
Bei Auftreten von Durchfall dürfen keine Arzneimittel, welche die Darmperistaltik (Darmbewegung) hemmen, eingenommen werden.
Fosfomycin Sandoz enthält Saccharose. Patienten mit seltenen vererbten Zuckerstoffwechselstörungen (Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel) sollten Fosfomycin Sandoz nicht einnehmen.
Eine gleichzeitige Einnahme von Metoclopramid (einem Wirkstoff zur Behandlung von Beschwerden bei Erkrankungen des Magen-Darm-Bereichs) sollte vermieden werden, da die Wirkung von Fosfomycin Sandoz dadurch verringert wird. Fosfomycin Sandoz sollte deshalb entweder 2−3 Stunden vor oder mindestens 2−3 Stunden nach diesen Mitteln verabreicht werden, um eine ausreichende Wirkung zu gewährleisten.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Fosfomycin Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Er/sie wird entscheiden, ob Sie in dieser Zeit Fosfomycin Sandoz einnehmen dürfen.

Wie verwenden Sie Fosfomycin Sandoz?

Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht: 1 Beutel Fosfomycin Sandoz 3 g
Einnahme auf leeren Magen, d.h. 2–3 Stunden vor oder nach dem Essen, am besten abends nach Entleerung der Blase. Lösen Sie dazu Fosfomycin Sandoz in einem Glas Wasser auf und trinken Sie es sofort.
Erwachsene und Jugendliche unter 50 kg Körpergewicht und Kinder: Da bei Kindern noch keine genügende Erfahrung vorliegt und Fosfomycin Sandoz auf Grund seiner Dosisstärke für Kinder unter 12 Jahren und Jugendliche und Erwachsene mit einem Körpergewicht von weniger als 50 kg nicht geeignet ist, soll Fosfomycin Sandoz bei diesen nicht angewendet werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Fosfomycin Sandoz haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Fosfomycin Sandoz auftreten:
Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Brechreiz, Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Entzündungen der Schamlippen und der Scheide, Schwindel oder Kopfweh. Gelegentlich kann es auch zu Hautausschlägen, Juckreiz, Kribbeln, Müdigkeit und Schwäche kommen.
Selten: niedriger Blutdruck, beschleunigter Puls. Zudem wurde über Fälle von Asthma und Überempfindlichkeitsreaktionen (rote Hautflecken, Fieber, Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut (z.B. Nesselfieber) und der Schleimhäute oder Hautausschläge bis hin zum Schock) sowie antibiotikabedingtem schwerem, anhaltendem Durchfall berichtet.
Konsultieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin bei Auftreten von:
·Überempfindlichkeitsreaktionen
·Atemproblemen in Form von Asthmaanfällen
·schweren, blutigen oder anhaltenden Durchfällen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, nicht über 25 °C und ausser Reichweite von Kindern lagern.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Fosfomycin Sandoz enthalten?

Fosfomycin Sandoz 3 g, Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen: ein Beutel Granulat (8 g) enthält 3 g Fosfomycin in Form des Trometamolsalzes.
Hilfsstoffe: Saccharose 2,2 g, Saccharin Natrium, Aromatica (Orangenaroma) sowie weitere Hilfsstoffe.

Wo erhalten Sie Fosfomycin Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.
Folgende Packungen sind erhältlich:
Fosfomycin Sandoz 3 g: 1 Beutel Granulat

Zulassungsnummer

66690 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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