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Fachinformation zu Grafalon:Neovii Pharmaceuticals AG
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Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L04AA04
GRAFALON wird aus dem Serum von Kaninchen gewonnen, die vorher mit Human-T-Lymphoblasten immunisiert wurden. GRAFALON ist ein hochgereinigtes Immunglobulin mit einer spezifischen Wirksamkeit gegen Human-T-Lymphozyten. Zur Produktion des GRAFALON wird das Serum zahlreicher Kaninchen verarbeitet.
Bei in-vitro Versuchen (die ständig produktionsbegleitend durchgeführt werden) wird demonstriert, dass GRAFALON vor allem an T-Lymphozyten, aber auch an B-Lymphozyten bindet (aus der Literatur und der Zellcharakterisierung sind Hinweise für eine Aktivität gegen CD2+, CD3+, CD4+, CD4+/CD28+, CD5+, CD7+ gegeben). Dabei werden Lymphozyten opsoniert oder nach Anlagerung vom Komplement lysiert.
Weiterhin wird die spontane Rosettenbildung von menschlichen T-Lymphozyten mit Schaf-Erythrozyten unter Anwesenheit von GRAFALON gehemmt. Mit GRAFALON konnte bei Rhesusaffen die Überlebenszeit von allogenen Hauttransplantationen verlängert werden.
Der suppressive Effekt von GRAFALON hält über die tatsächliche Anwendung hinaus an, wie am Verlauf der Bund T-Lymphozyten gezeigt wurde.
GRAFALON ist weitestgehend frei von kreuzreagierenden Antikörpern gegen Erythrozyten und gegen glomeruläre Basalmembranen. GRAFALON zeigt aufgrund der spezifischen Immunisierung bei der Erzeugung und der umfangreichen Reinigungsverfahren eine ausgeprägte Wirkung auf T-Lymphozyten und eine besonders gute Verträglichkeit.
Die Lösung enthält weder Stabilisatoren noch Konservierungsmittel.
Studie in Stammzelltransplantation
In einer Studie zur Stammzelltransplantation mit HLA-kompatiblen, nicht-verwandten Spendern konnte gezeigt werden, dass die Inzidenz der akuten GVHD (aGVHD), der chronischen GVHD (cGVHD) und der Sterblichkeit aufgrund von GVHD in Patienten, die GRAFALON zusätzlich zur Standardprophylaxe erhielten, niedriger war im Vergleich zu Patienten, die nur GVHD-Standardprophylaxe erhielten. Die Gesamtsterblichkeit war unverändert. Die vorliegenden Ergebnisse wurden in einem Beobachtungszeitraum von zwei Jahren nach Transplantation erhoben.
Methoden
Die Studie war eine prospektive, offene, randomisierte, multizentrische Phase-III-Studie, die an 31 Zentren in 10 europäischen Ländern durchgeführt wurde und in die 202 erwachsene Patienten mit hämatologischen Erkrankungen eingeschlosssen wurden. Eine Gruppe (98 Patienten) erhielt Standardprophylaxe mit Cyclosporin und Methotrexat, die andere Gruppe (103 Patienten) erhielt darüber hinaus an drei Tagen direkt vor der Stammzelltransplantation jeweils 20 mg/kg GRAFALON. Die Transplantation erfolgte nach myeloablativer Konditionierung der Patienten. Die Transplantate stammten von HLA-kompatiblen, nicht-verwandten Spendern. Die Transplantate wurden in 18% (37 Patienten) aus dem Knochenmark und in 82% (164 Patienten) aus dem peripheren Blut der Spender gewonnen. Als primärer Endpunkt war „frühes Versagen der Behandlung“ gewählt worden, definiert als aGVHD Grad III-IV oder Versterben des Patienten innerhalb von 100 Tage nach der Transplantation.
Ergebnisse
Die zusätzliche Gabe von GRAFALON zur Standardprophylaxe führte zu einer erniedrigten Inzidenz aller Formen der GVHD: aGVHD (Grad I-IV, II-IV und III-IV) sowie cGVHD (begrenzte und ausgeprägte Form). Keine Unterschiede ergaben sich zwischen den Behandlungsgruppen bzgl. Wiederauftreten der Grunderkrankung, transplantationsassoziierter Mortalität oder Gesamtüberleben.
Im Nachbeobachtungszeitraum von 2 Jahren nach Transplantation wurde für die ausgeprägte Form der cGVHD mit GRAFALON eine Inzidenz von 12,2% gefunden im Vergleich zu 45,0%; (adjusted HR 0.196, CI [0.10-0.39]; p<0.0001) in der Kontrollgruppe ohne GRAFALON - Prophylaxe.
Bild 1 Darstellung des relativen Risikos der GRAFALON - Prophylaxe im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne GRAFALON bzgl. der primären und sekundären Wirksamkeitsparameter (Punktschätzer und 95% CI)

Kinder und Jugendliche
Es wurden mehrere Berichte zur Anwendung von Grafalon bei Kindern veröffentlicht. Diese Berichte weisen darauf hin, dass sich das Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil bei Kindern und Jugendlichen nicht grundlegend vom Sicherheits- bzw. Wirksamkeitsprofil bei Erwachsenen unterscheidet.

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